2012, Est-ce que cette année va se transformer en une année horrible ?

par Jürg Stäubli 12.06 2012
Vorweg – Meiner Meinung nach, werden wir bis Ende Jahr eine schwierige und ereignisreiche Zeit haben.
Die nächsten Jahre, sicher bis 2016 aber wahrscheinlich eher bis Ende dieses Jahrzehntes werden wir in Europa eine ausserordentliche Krise zu meisten haben.
Zur echten Belastung für das Euroland und somit den Euro als Währung wird das anhaltende Risiko einer Rezession, die Staatsverschuldung und den wahrscheinlichen Bankrott einzelner Staaten.
Dass Griechenland aus der Eurozone ausscheiden sollte, deren Lähmung der politischen Institutionen sowie die sozialen Unruhen, sind heute für die Märkte längst klar und auch antizipiert.
Die wirklichen Probleme in Europa heute sind vor allem Spanien und auch Italien.
Wir wissen, dass Griechenland bis heute über 300 Mrd. Euro in Form von Zahlungen und Garantien verschlungen hat.
Was würde es kosten Spanien und Italien zu retten?
Es wäre eine undenkbare Zahl, wahrscheinlich um die 3‘000 Mrd. Euro.
Nimmt man an, dass in Europa effektiv eine Rezession vor der Türe steht, wird es für alle Länder noch viel schwieriger, auch für Deutschland.
Die Kardinalsfrage ist jedoch: Wird Frankreich von der Schuldenkrise angesteckt und wenn ja wann?
Meiner Meinung nach, muss die Frage klar bejaht werden, und zwar wahrscheinlich noch in diesem Jahr.
Frankreich kann das vom Präsident F. Hollande im Wahlkampf präsentierte Programm nicht finanzieren und wird auch kein Wachstum haben.
Dazu kommt, dass er seine Versprechen gegenüber dem „Front de Gauche“ und „Ecologie Europe“ einlösen muss.
Die Politik in Frankreich wird also eher doktrinär sozialistisch als sozial-demokratisch sein.
Eine solche Politik ist schlichtweg nicht finanzierbar.
Warum sollte Angela Merkel akzeptieren die Schulden anderer Staaten, welche die notwendigen und zum Teil schmerzhaften Reformen, nicht durchgeführt haben, zu den eigenen zu machen, indem sie den Eurobonds zustimmt, und dies erst noch mit der Perspektive der 2013 bevorstehenden Bundeswahlen.
Dies wäre wirtschaftlicher und politischer Selbstmord.
Dazu kommt der Druck der demografischen Situation, der Überalterung der Bevölkerung in Westeuropa mit der entsprechenden Schwierigkeit die Renten in Zukunft zu finanzieren.
Nimmt man die Situation der Finanzmärkte in Betracht und deren Konsequenz für die Pensionskassen, so stellt man fest, dass sich das Rentenkapital drastisch verringert hat und dies noch weiter der Fall sein wird.
Mit der aktuellen Zinspolitik der verschiedenen Zentralbanken, die durch die wirtschaftliche Realität diktiert wird, werden die Aktiven der Rentner verringert und die Renten werden gesenkt werden müssen.
Mit der grossen Anzahl von Problemen innerhalb Europas haben wir in letzter Zeit die total überschuldeten USA ein wenig vergessen.
Durch die Krise in Europa wird auch Amerika wieder zurück auf den Boden der Realität gebracht. Es kann in den Vereinigten Staaten durchaus zu einer sozialen Katastrophe kommen, dies als Folge einer Rezession, der dadurch verlorenen Arbeitsplätze.
Ohne soziales Auffangnetz haben die Menschen ab einem gewissen Alter schlichtweg keine Chance mehr.
Die amerikanischen Banken haben auch heute noch astronomische Beträge in ihren Bilanzen die bereits heute keinen materiellen Wert mehr haben. Dies wird früher oder später zu grossen Wertberichtigungen führen müssen. Die Konsequenzen kennen wir seit 2008.
Die fünf grössten Banker der USA kontrollieren weltweit direkt oder indirekt zirka 95% der CDS.
Es ist keine Übertreibung dies als Zeitbombe zu bezeichnen. Die Folgen auf das globale Banksystem werden verheerend sein.
Dies alles, und noch viele andere Indikatoren wirtschaftlicher oder sozialer Natur haben meine Meinung gefestigt, dass 2012 ein sehr schwieriges Jahr werden wird. Dies mit der Perspektive, bis wahrscheinlich Ende dieses Jahrzehntes, einer dauernden Krisensituation die grosse, für die Menschen schmerzhafte, Reformen nötig macht. Dies erfordert ein Umdenken und wird uns auch in Europa vor enorme soziale und gesellschaftliche Probleme stellen.
Langfristig werden wohl Anlageimmobilien in der Schweiz aber auch unbebaute Grundstücke eine der wenigen interessanten Investitionsmöglichkeiten sein. Auch solche in der Landwirtschaftszone können von grossem Interesse sein, wobei zu vermerken ist, dass die heutige Gesetzgebung dies sehr schwierig macht.
Auch physisches Gold gehört zu dieser Anlagekategorie. Es wird auch je nach Markt in Asien oder Afrika sicher Opportunitäten geben die generell jedoch mit grosser Vorsicht geprüft werden müssen, vor allem auch unter dem Aspekt der politischen und sozialen Situation der entsprechenden Region.
Wenn wir in der Schweiz, trotz den Problemen die auch wir haben werden, uns daran erinnern dass die Zukunft in der Ausbildung der Jungend, der notwendigen Verbesserung unseres Schulsystems und dem Weiterausbau unserer hervorragenden Universitäten liegt, aber uns auch an die Tugenden erinnern die jeher unsere Stärke waren, werden wir diese Krise überstehen und gestärkt daraus hervorgehen.